Tour der Leiden 2009
Start zur Fahrradtour
Am 10. Juli 2009 war es soweit. Pünktlich um 14.00 Uhr trafen sich die Recken „Der Zweiten“ am Spillesje um sich den Qualen der mittlerweile traditionellen Tour der Leiden zu stellen. Insgesamt trafen sich 12 gestählte Körper der Zweiten. Auf den ersten Blick konnte man bereits feststellen: Die Materialschlacht hat Wolle W. gewonnen! Nicht nur ein 7.0 (Insider wissen, welches Edelbike gemeint ist!), nein, auch das Outfit nicht zu übertreffen. Doch auch der Rest des Pelotons musste sich nicht verstecken. Das Gepäck ins Besenfahrzeug von Marco W. geladen, die Helme auf und los ging’s. Zuerst eine kleine Bergetappe über den Asterstein, um die erste Abfahrt durch das Bienhorntal zu genießen. Auf dem Nullniveau in Pfaffendorf angekommen, wurde noch der letzte Mitfahrer, das Nachwuchstalent Dirk Z., aufgenommen und das Feld konnte sich neu formieren. Es folgte ein Wechsel der Rheinseite und man schnitt eine Schneise den Rhein hinunter in Richtung Mainz. Nach einem kurzen Getränkehalt in Rhens, formte sich der belgische Kreisel und fräste sich nach Boppard. Dort nach gefühlten zwei Minuten angekommen (ja, alle strotzten vor Kraft und Energie), kam es zur ersten Teilung des Feldes. Die jungen Wilden waren nicht zu stoppen und erklommen den Berg per Velo, bis zur Gaststätte Vier-Sehen-Blick. Der gesetztere Teil des Feldes zog es vor, die zweite Bergetappe mit der Seilbahn zu erklimmen und die Aussicht zu genießen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass ein Teil schwitzte und ein Teil fror. Es darf gemutmaßt werden, wer was tat! Nach einer kleinen Stärkung in der Gastschänke (für alle die dort mal verweilen möchten: Bitte Sitzposition bis nach dem Zahlen halten!) ging es weiter auf die Nassheck. Hier bleibt zu erwähnen, dass man noch lange nicht den Gipfel erreicht hatte. Oben angekommen wurde die Truppe jedoch mit einer 7 Kilometer langen Abfahrt nach Niederfell belohnt. „Schnell bergauf fahren, kann jeder!“ hörte man auf der Abfahrt das Nachwuchstalent sagen. Doch wohl noch lange nicht bergab, denn er demonstrierte eindrucksvoll einen Lenkerabstieg mit einer Verzögerung von 48 auf 0 km/h in 0,3 Sekunden. Zum Glück ist ihm nicht ernstes passiert. In Niederfell angelangt wurde der letzte Boxenstopp eingelegt.
Frisch und gestärkt nach einer ruhigen Nacht
Nachdem Ketten und Kehlen geölt wurden, ging es zum Etappenziel nach Löf, ins Hotel Traube, wo unser Gepäckbus schon wartete. Nach einem kleinen Ausgleich des Flüssigkeitshaushalts und einer ausgiebigen Dusche, wurde eine kleine Stärkung in Form von Jungbullen- oder Winzersteaks zu sich genommen. Anschließen begab man sich auf das Weinfest an die Moselpromenade. Für einen Koblenzer undenkbar (den engstirnigen Stadtvätern sei Dank!), wurden hier die Anwohner kräftig mit Live-Musik beschallt und mit Getränkeständen und Fressbuden eingekesselt. Schön war‘s. Nachdem auch der Letzte festgestellt hatte, dass sie grünen, kalten Kugeln in den Gläsern Weintrauben und nicht Eiswürfel waren, wurde es Zeit, sich für den nächsten anstrengenden Fahrradtag auszuruhen. Nur unser Gepäckchauffeur hatte den Abschluss verpasst und musste mangels Schlüssel- und Handygewalt, in einem Notlager vor dem Hotel campieren. Zwischen 08.00 und 09.30 Uhr traf man sich dann, um sich beim Frühstück für die zweite Etappe zu stärken. Anschließend startete man zu neuen Fahrten. In Kobern-Gondorf teilte sich das Peloton dann erneut. Die jungen Wilden überquerten Mosella und bestiegen mit ihren Drahteseln den Remstecken, während das alte, bzw. weingeschädigte Eisen weiter die Moseluferstraße gen Koblenz befuhr. Man traf sich wieder im Pretzers Biergarten, um nach einem Kaltgetränk den Sprint zur Turnhalle zu eröffnen. Dort angekommen begann man sofort mit einem erneuten Flüssigkeitsausgleich (unvorstellbar, wie viel Wasser ein Körper auf einer Radtour verliert!). Anschließend ließ man die Tour bei Gerstensaft und einem Flatrate-Grillen gemütlich ausklingen. Da bleibt nur das Resümee: Schön war‘s, wir freuen uns auf nächstes Jahr. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an den Cheforganisator Frank!