Nachruf

 

Die Nachricht vom plötzlichen Tod unseres Ehrenmitgliedes Franz–Josef Weigand hat im Turnverein Arzheim und bei seinen Mitgliedern tiefe Trauer und Mitgefühl ausgelöst.

 

Die Mitglieder des Turnvereins Arzheim, die Sportkameraden des Verstorbenen reihen sich ein in die vielen Trauernden um Franz–Josef Weigand.

 

 

Von allen, die ihn näher  kannten,  wurde er nur Juppi genannt.

 

Er war einer von uns und über die tiefe Trauer hinaus, mit der sein Tod auch uns erfüllt, wollen wir vor allem in großer Dankbarkeit von ihm Abschied nehmen. Eine Persönlichkeit ist von uns gegangen, deren Name hier in Arzheim einen besonderen Stellenwert besitzt und dessen außerordentlich verdienstvolles Wirken für den Turnverein Arzheim nur unzureichend mit Worten beschrieben werden kann.

 

Der Verein war für ihn Berufung, die er in fast 70 Jahren Mitgliedschaft zum Lebenswerk ausgestaltete. Er trat im November 1953 in den Turnverein ein zu einer Zeit, als das Eintrittsalter auf mindestens 8 Jahre festgelegt war, obwohl die meisten Kinder bereits früher am Sport teilnehmen.

 

Ursprünglich hat er wie alle anderen geturnt und später dann Feldhandball und Hallenhandball gespielt. Hier bleibt speziell ein Spiel in Kaisersesch in Erinnerung, wo Juppi und Björn sowie Vater Neuneier und Sohn Eric in unserer Mannschaft spielten und die Alten den Jungen mangelnde Technik und umgekehrt die Söhne den Vätern durchaus lautstark mangelnde Kondition vorwarfen.

 

Parallel wurde die Tischtennisabteilung zu seinem Hauptaugenmerk. Er holte diese in den Jahren 1976/77 wieder im Verein, nachdem sie vorher zum FC Germania Arzheim abgewandert war. Er war einige Jahre Abteilungsleiter und ca. 15 Jahre Betreuer und Übungsleiter. Du, Rita und er transportierten die Spieler zu Auswärtsspielen und Turnieren.

 

Später  war er auch 2. Vorsitzender des Gesamtvereins. Nicht nur aus dieser Zeit bleiben seine anregenden Beiträge anlässlich der JHV  in Erinnerung.

Auch die Behindertensportgemeinschaft des Vereins war ihm besonders ans Herz gewachsen. Er organisierte die Behindertenmeisterschaften TT und wirkte bei deren Durchführung mit.

 

Im Rahmen des Städtesportvergleichs  Koblenz -  Haringey, organisierte er den Vergleich im Tischtennis und dieser wurde unter seiner Leitung in der Turnhalle des TV Arzheim durchgeführt.

 

1997 organisierte er eine Reise der TT-Abteilung in das Land der unbegrenzten Tischtennismöglichkeiten China. Man spielte in Peking und er gewann als einziger sein Spiel.

 

Auch als Schiedsrichter im TT-Verband Rheinland und in der Bundesliga war er engagiert. Letzteres in der Zeit der Blüte des TTC Zugbrücke  Grenzau.

 

Sein verdienstvolles Wirken für den Sport wurde in zahlreichen  Ehrungen durch den Verein (Silberne und Goldene Ehrennadel, Verleihung der Ehrenmitgliedschaft) und durch die Sportverbände gewürdigt. Zuletzt wurde er mit der Sportehrennadel der Stadt Koblenz ausgezeichnet.

 

Nicht unerwähnt sollen bleiben sein Engagement im Karneval als Mitglied beim Karnevalsstammtisch, beim Wagenbau  für den Verein, als jahrzehntelanger Kassier beim Kinderkarneval sowie als Empfangskomitee für die Ehrengäste und deren Platzierung bei der Prinzenproklamation im Karneval, aber auch die jährliche Tätigkeit als Souffleur beim Kirmesspruch auf dem Dach der Poststelle bzw. dem Büro des Ortsvorstehers.

 

Und zu guter Letzt gedenken wir an das legendäre „Krippschergucken“  mit der unübertroffen großen Landschaft, den Brücken, mit Wasser gefüllten Bächen, den unzähligen Tieren, Hirten und Engeln, um nur den geringsten Teil zu nennen und natürlich den vielen geistigen Getränken.

 

Der Turnverein Arzheim hat Abschied von einem Sportskameraden, dessen Wirken für Arzheim und den Verein so vielseitig war und der sich in seinem erfüllten Leben so viele Verdienste um den Sport erworben hat, die man kaum in Worten fassen kann.

 

Lieber Juppi. Wir widmen Dir diese Zeilen in Trauer, aber auch in tiefer Dankbarkeit. Wir sagen Dir Dank für alles, was Du in Deinem Leben zum Wohl des Vereins gearbeitet und geleistet hast. Du hast Dich um den Turnverein Arzheim verdient gemacht. Wir werden Dir ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Wir verabschieden uns von Dir mit den Worten von Immanuel Kant:

 

Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt,
der ist nicht tot, der ist nur fern.

 

Gert Wilde        

Ehrenvorsitzender

Nachruf Werner Reichert

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Nachruf Christian Wolf
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Am 20. April 2015 verstarb plötzlich und unerwartet unser langjähriges Mitglied Heinz Seimetz.
Die Nachricht vom plötzlichen und unerwarteten Tod unseres Heinz hat bei sehr vielen Arzheimer Bürgerinnen und Bürgern, Kindern und Erwachsenen, in den Vereinen, im Spielmannszug, in der Kirmesgesellschaft sowie im Turnverein Arzheim und seinen Mitgliedern tiefe Traurigkeit und Mitgefühl ausgelöst.
Menschliche Trauer ist zuallererst Trauer der unmittelbar Betroffenen, der Familie und der Angehörigen. Deshalb gilt auch unsere zutiefst empfundene Anteilnahme zunächst ihnen, die einen geliebten Menschen verloren haben, der ihnen am nächsten stand. Ihnen gelten unsere persönliche Anteilnahme und Mitgefühl.
Die Mitglieder des Spielmannszuges, der Kirmesgesellschaft und des Turnvereins Arzheim und hier vor allem die Sportkameraden aus der Tischtennisabteilung, die Mitglieder der Ortsvereine, viele Menschen aus ganz Arzheim reihen sich ein in die große Trauergemeinde und trauern mit seinen Angehörigen.
Heinz wurde als Arzheimer Jung am 21. Dezember 1954 in Arzheim geboren, wuchs hier auf und brachte sich mit seinem offenherzigen, immer lustigen und gutgelaunten Wesen auf die vielfältigste Art in das Ortsgeschehen von Arzheim ein:
-    als Mitglied und Organisator von vielerlei Aktivitäten im Turnverein insbesondere in der Tischtennisabteilung mit einer Unterbrechung seit 1963,
-    als Mitglied im Spielmannszug mit wohlklingendem und lautem Beckenspiel,
-    als Mitglied der Kirmesgesellschaft als dreimaliger Kirmesjung, als lautstarker Moderator des Kirmeslieds Hussaa, hussaa, hussaa und Zeremonienmeister der Kirmesbeerdigung 
-    ¬im Arzheimer Karneval als lustiger Clown im Kinderkarneval des Turnvereins über 20 Jahre lang, als Zugmoderator des Karnevalsumzuges, mehrfach als beredter und wortgewandter Protokollar und 1992 als Karnevalsprinz für den FCA,
-    für eine große Schar von staunenden Kinderaugen in Arzheim und Umgebung als gütiger Nikolaus.
Letztere Rolle, die er wie auch alle anderen mit großer Hingabe verkörperte, war sicherlich auch ein wenig Ausdruck einer sehr empfindsamen, nachdenklichen und ernsten Seite seines Wesens.
Sein verdienstvolles Wirken für seinen Heimatort Arzheim ist nur sehr schwer in Worte zu fassen und sicherlich durch die gewählten Beispiele nur unzureichend beschrieben. Es bleibt die Hoffnung, dass sein Wirken Vorbild und Ansporn für manch einen Jüngeren s¬¬ein mag, ihm auf die eine oder andere Weise nachzueifern und so dazu beizutragen, dass unser Ort Arzheim sich noch lange seinen unverwechselbaren dörflichen Charakter erhalten kann, wo Gemeinsinn und Miteinander Vorrang haben und man sich wohlfühlen kann.
So mußten wir Abschied von einem treuen Freund, dessen Wirken für Arzheim, für seine kleinen und erwachsenen Bürgerinnen und Bürger, für die Vereine und den Vereinsring sowie seine Tischtennisabteilung im Turnverein so vielseitig war und der sich in seinem erfüllten Leben, aus dem er jäh und unerwartet viel zu früh entrissen wurde, so viele Verdienste um Arzheim erworben hat, die wir nicht vergessen wollen.
Lieber Heinz, wir gedenken Deiner in Trauer, aber auch in tiefer Dankbarkeit. Wir sagen Dir Dank für alles, was Du in Deinem Leben zum Wohl von Arzheim geleistet hast. Du hast Dich um Dein Arzheim verdient gemacht. Wir werden Dir ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Grabrede gesprochen von Gert Wilde

 

Am 17. Januar 2014 verstarb unser Ehrenmitglied Hans Höllen. Die Nachricht von seinem Tod hat im Turnverein Arzheim und bei seinen Mitgliedern tiefe Traurigkeit und Mitgefühl ausgelöst.

Hans Höllen, von Sportkameraden und Freunden nur „Häns“ genannt, war als Urgestein des Vereins einer von uns und über die Trauer hinaus, mit der sein Tod auch uns erfüllt, wollen wir vor allem in großer Dankbarkeit von ihm Abschied nehmen. Eine Persönlichkeit ist von uns gegangen, dessen Name hier in Arzheim und insbesondere im Turnverein, dem er seit frühester Jugend bis zu seinem Tod über 80 Jahre lang angehörte, einen besonderen Stellenwert besitzt und dessen außerordentlich verdienstvolles Wirken für den Turnverein Arzheim nur unzureichend mit Worten beschrieben werden kann.

Bereits als Schüler hat er erfolgreich an zahlreichen Schlagballturnieren teilgenommen, eine Sportart, die schon seit langem nicht mehr praktiziert wird in unserem Verein.

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges war er 6 Jahre lang als Geräteturner aktiv, um dann auch Verantwortung als Abteilungsleiter Frauenturnen zu übernehmen.

Dieses Amt hatte er von 1950 bis 1953 inne, danach hat er die Betreuung des Schülerturnens für einige Jahre übernommen.

Als vielseitig veranlagter Sportler hat er acht Jahre lang aktiv Handball gespielt und war 15 Jahre lang der Betreuer der Herrenhandballmannschaft.

Daneben war er aktiver Leichtathlet und hat an vielen Leichtathletikveranstaltungen und an mehreren Deutschen Turnfesten teilgenommen.

Beim Deutschen Turnfest 1968 in Berlin hat er sich sogar noch als Aktiver beteiligt.

Die sportlichen Aktivitäten haben trotz fortschreitenden Alters nicht nachgelassen. 10 Jahre lang war er Mitstreiter in der Behindertensportgruppe des Vereins, die bis 1995 bestand, um danach noch lange Jahre am Seniorensport teilzunehmen.

Über die sportliche Betätigung hinaus lagen ihm „seine“ Turnhalle und das Geländes des Vereins mit allen Einrichtungen sehr am Herzen. Als handwerklich versiertem Rentner war ihm in unserer sogenannten „Rentnerband“ keine Arbeit zu schwer. Im Bauausschuss des Vereins und langjähriger Beisitzer im Vorstand war sein sachverständiger Rat sehr geschätzt. Mit über 80 Jahren hat er noch tatkräftig zugepackt und in der Phase des Neubaus der Turnhalle konnte man ihn immer bitten, vor Ort nach dem rechten zu schauen.

Häns konnte zurückblicken auf ein langes, erfülltes Leben im und für den Turnverein Arzheim. Der Verein war seine zweite Heimat. Die vielen Ehrungen und Auszeichnungen, die ihm zuteil wurden, konnten auch nur  kleiner Dank sein für sein lebenslanges Wirken für den Sport und insbesondere unseren Verein.

Beispielhaft seien erwähnt die goldene Vereinsehrennadel, die Ehrenmitgliedschaft, der Gauehrenbrief des Turngaues Rhein-Mosel und die Sportehrennadel der Stadt Koblenz.

Der Turnverein Arzheim hat Abschied genommen von einem treuen Sportkameraden, dessen Wirken für Arzheim und den Verein so vielseitig war und der sich in seinem erfüllten Leben so viele Verdienste um den Verein erworben hat, die wir nicht vergessen wollen.

Lieber Häns, wir widmen Dir diese Zeilen in Trauer, aber auch in tiefer Dankbarkeit. Wir sagen Dir Dank für alles, was Du in Deinem Leben zum Wohl des Vereins geleistet hast.

Du hast Dich um den Turnverein Arzheim verdient gemacht.

Wir werden Dir ein ehrendes Gedenken bewahren.

 

Gert Wilde